Live Music Now mit Trio Catiti

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Rhythmus erlebbar machte das Trio Catiti, bestehend aus Cornelia Demmer an Theorbe und Barockgitarre, Anna Pontz am Hackbrett und Azevedo de Caio Barbosa Cunha am Cello. Die deutsch-österreichisch-brasilianische Musikformation folgte in ihrem Programm den Spuren einer Expedition, die sich vor mehr als 100 Jahren mit diesen Nationalitäten in den brasilianischen Urwald aufmachte und dort auch Musik dokumentierte.

Das Trio trat im Rahmen der Konzertserie Live Music Now der Yehudi-Menuhin-Stiftung auf. Seit Jahren organisiert Heidi von Breitenstein die Konzerte mit den Stipendiaten der Stiftung an der Makarius-Wiedemann-Schule, um den jungen Zuhörern Instrumente und unterschiedliche Musikarten vorzustellen.

Das Trio Catiti brachte ganz neue Klänge in die Schule: Barockstücke von Gaspar Sanz sowie Modernes von Heitor Villa-Lobos mischten es mit eigenen Improvisation und „Lundum“-Tänzen, die aus Afrika stammende Sklaven in Brasilien entwickelt haben. Das anspruchsvolle Repertoire verlangte von den Kindern viel Aufmerksamkeit – teilweise war es mucksmäuschenstill im Publikum. Für Auflockerung sorgten die Musiker mit Mitmach-Stücken. Bei den Tänzen und Improvisationen luden die Musiker die Kinder dazu ein, auf verschiedene Melodien mit unterschiedlichen Rhythmen zu klatschen – die Kinder dankten mit lautem Applaus.

Die Yehudi-Menuhin-Stiftung bringt mit ihrer Konzertreihe Live Music Now Musik zu Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können. „Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ – das war die frühe Erfahrung des Geigers Yehudi Menuhin. Der Humanist und Weltbürger verstand dabei Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft.